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Gomphus pulchellus / Plasrombout / Western Club-tail / Le gomphe gentil / Westliche Keiljungfer.
Sie kommt vor allem im wärmeren Süd-Westeuropa vor. Größere Teiche und Seen. Typische Biotopmerkmale sind sonnenbeschienene Gewässer mit breiten Sand oder Kieszonen im Uferbereich. Damit ist sie die einzige Flussjungfer, welche gut an nicht schnell fließenden Gewässern angepasst ist.
Zwischen Mai und August kann man sie fliegen sehen. Sie gehört damit zu den früh fliegenden Großlibellen. Ihre Hauptschlüpf- und Hauptflugzeit liegt im Juni.
Körperbau und Ernährung:
Gemeinsames Merkmal aller Flussjungfern sind die getrennten Augen. Sie besitzt eine ausgedehnte gelbe Zeichnung und gelb-schwarz gestreifte Beine. Direkt nach dem Schlupf ist die westliche Keiljungfer noch hellgrün und so mit im Gas fast unsichtbar; erst nach einigen Stunden wandelt sich der Grünton in ein Gelb um. Im Laufe der Flugzeit verfärbt sich das Gelb in ein Grau-Oliv. Über den gesamten Hinterleib zieht sich ein heller Streifen, eingebettet in eine schwarze Grundfärbung.
Sie besitzt eine Körperlänge von ca. 5 cm bei einer Flügelspannweite von 6 – 7 cm. Im Unterschied zu allen anderen Keiljungfern ist ihr Hinterleib nicht verdickt, sondern läuft spitz aus.
Die blauen Augen wirken blasser als bei anderen Flußjungfer-Arten.
Die westliche Keiljungfer erbeutet ihre Opfer aus dem Flug. Allerdings sitzt sie häufig im Gras oder auf engen Wegen und sonnt sich. Oftmals trifft man sie auch weiter vom Gewässer entfernt an, sie bevorzugt dabei sonnige Wiesen und Sandwege. Im hohen Gras ist sie ideal gefärbt und kaum zu entdecken.
Sie besitzen keine Reviere die sie verteidigen. Ihre Beute sind sitzende oder niedrig fliegende Kleininsekten, welche sie mit ihrem kleinen Fangkorb greifen können. Wegen ihres eher unbeholfenen Fluges, werden sie häufig Opfer von Vögeln.
Fortpflanzung und Entwicklung:
Die Paarung findet meist in sonnigen Wiesen statt und die Paarungsräder hängen im hohen Gras oder Bäumen. Das Weibchen legt die Eier allein ab. Die Eier werden in großem Abstand auf der offenen Wasseroberfläche abgelegt. Die Eier besitzen eine gallertartige Haftschicht, mit der sie sich an das vorhandene Substrat binden.
Die Larven sind meist nachtaktiv und vergraben sich tagsüber im Schlamm, hierdurch sind sie vor ihren stärksten Fressfeinden, den Fischen, geschützt.Die Larven benötigen ca. 2-4 Jahre zu ihrer vollständigen Entwicklung, dabei halten sie sich meist im flachen Bereich der Gewässer auf. Ihre Hauptwuchszeit liegt zwischen Mai und Oktober. Der Schlüpfvorgang läuft sehr schnell ab, nach meist weniger als 30 Minuten startet die westliche Keiljunger aus dem ungeschützten Uferbereich ihren Jungfernflug in benachbarte Wiesen oder Bäume, um dort innerhalb weniger Stunden auszuhärten.
Source:http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/001/00056-westliche-keiljungfer/MZ00056-westliche-keiljungfer.html |
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