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Hyles livornica vierten Raupenstadium


Hyles livornica vierten Raupenstadium
Photo Information
Copyright: Harm Alberts (Harm-digitaal) Gold Star Critiquer/Gold Note Writer [C: 110 W: 7 N: 1968] (7604)
Genre: Animals
Medium: Color
Date Taken: 2010-03-15
Categories: Insects
Camera: Canon EOS 40 D, Canon EF 180mm f/3.5L USM Macro
Photo Version: Original Version
Theme(s): Moths of Europe 5 [view contributor(s)]
Date Submitted: 2010-03-27 2:33
Viewed: 4186
Points: 0
[Note Guidelines] Photographer's Note [Dutch]
Hyles livornica(Esper, 1779) / Striped Hawk-moth / Gestreepte pijlstaart / Linienschwärmer / le Sphinx livournien.

Raupe
Die Raupen erreichen eine Körperlänge von 65 bis 80 Millimetern. Sie sind nach dem Schlupf drei bis vier Millimeter lang, haben eine gelblich- bis weißlich-grüne Körperfärbung mit schwarzem Kopf, Thorakalbeinen und ebenso gefärbtem, kurzem Analhorn. Nach Beginn der Nahrungsaufnahme verfärbt sich der Körper grau- bzw. olivgrün. Ab diesem Zeitpunkt sind bereits die beidseits des Rückens verlaufenden, hellen Längslinien zu erkennen.

Ab dem zweiten Raupenstadium treten die Raupen in zwei Grundfarben, olivgrün oder schwarz, auf, wobei es gelegentlich auch Individuen gibt, die graugrün gefärbt sind. Ab diesem Stadium besitzen die Raupen bereits ihre endgültige Musterung, die mit jeder weiteren Häutung deutlicher hervortritt. Am Rücken (dorsal) verläuft eine angedeutete gelbgrüne Längslinie. Auffallend sind die beidseits des Rückens (subdorsal) verlaufenden, gelb gefärbten und unter den Stigmen (infrastigmatal) verlaufenden gelb bis fast orange gefärbten Längslinien. Die später auftretenden Augenflecken sind auf der Subdorsallinie als verbreiterte gelbe Flecken gut erkennbar. Der Körper ist insbesondere zwischen den beiden Längslinien fein weiß punktiert, der Kopf hat die Körpergrundfarbe.

Nach der zweiten Häutung treten weiterhin schwarz und grün gefärbte Raupen auf, das Analhorn ist einfarbig schwarz. Die weißliche Punktierung des Körpers tritt stärker hervor und kann manche Exemplare dadurch auch grau wirken lassen. Die Färbung und Intensität der Rückenlinie ist variabel, das Spektrum reicht von einer fast fehlenden undeutlichen Zeichnung bis zu einer deutlichen kräftigen Gelbfärbung. Bei grün gefärbten Raupen kann die Rückenlinie nahezu weiß ausgebildet sein. Die Subdorsallinien sind hellgelb, die Augenflecken sind deutlich gelb erkennbar und schwarz umrandet, da in diesem Bereich die weißliche Punktierung fehlt. Die Infrastigmatallinien sind gelb.

Im vierten Raupenstadium haben die vormals grün gefärbten Tiere ebenfalls eine schwarze Grundfarbe, Kopf, Bauch- und Thorakalbeine sind einfarbig schwarz. Die Punktierung ist gelb. Die Dorsallinie fehlt häufig; falls vorhanden ist sie gelblich bis orange oder rot gefärbt. Die Subdorsalen fehlen ebenso häufig, sind jedoch gelegentlich als gelbe Fleckenlinie oder als breite durchgehende gelbe Linie ausgebildet. Die Augenflecke sind gelb und haben gelegentlich einen orangen Farbstich. Das schwarze Analhorn besitzt nun eine orange Basis.

Im fünften und letzten Raupenstadium sind die Raupen nach der Häutung etwa 36 Millimeter lang und entwickeln sich bis zur Verpuppung zu ihrer eingangs beschriebene Länge. Ihre Färbung ist in diesem Stadium sehr variabel. Die Grundfarbe ist schwarz, die Punktierung ist gelb und häufig sehr dominant. Der Rücken ist meist schwarz und hat oft sattelartige Ausbuchtungen auf jedem Segment, wobei dieser gesamte Bereich nicht punktiert ist. Die Rückenlinie ist gelblich, gelegentlich auch rosa gefärbt und verläuft ab dem dritten Segment bis zur Basis des Analhorns. Die Infrastigmatallinien sind weißlich und blassrosa oder als gelbe bzw. meist orange Reihen von Flecken ausgebildet. Das Analhorn ist gelborange bis rötlich-rosa gefärbt, mit schwarzer Spitze und hat eine rau gekörnte Oberfläche. Es ist nahezu gerade, verjüngt sich gleichmäßig kegelförmig und endet in einer abgestumpften Spitze. Der Kopf und der sattelartige Bereich am Rücken des zweiten Körpersegments sind schwarz oder rosa gefärbt. Die gelblichen, manchmal mittig rosa gefärbten und schwarz umrandeten Augenflecken sind auf dem vierten bis 11. Segment rund, auf dem 12. birnenförmig und auf dem 13. Segment in zwei separate Flecken getrennt. Gelegentlich findet sich anstelle dieser Augenflecken nur ein gelber Längsstreifen. Die Beine und der Nachschieber sind schwarz, die Bauchbeine sind rosa und besitzen schwarze Hakenkränze. Die Bauchseite der Raupen ist glanzlos rosa gefärbt, die Stigmen sind weiß. Es gibt Individuen, bei denen die Rückenlinie, die Infrastigmatallinien und die Augenflecken orangerot gefärbt sind; andere besitzen grün gefärbte Längsstreifen, sind ausgedehnt schwarz gefärbt oder haben eine violett gefärbte Bauchseite. Aus Nordafrika sind blass-apfelgrüne Formen mit gelber Punktierung und Augenflecken bekannt.

Nahrung der Raupen
Vogelknöteriche zählen zu den wichtigsten Nahrungspflanzen der Raupen
Von Affodill (hier: Kleinfrüchtiger Affodill - Asphodelus aestivus) werden die Blüten und die Fruchtstände gefressen.Zu den wichtigsten Nahrungspflanzen der Raupen gehören Ampfer (Rumex), Vogelknöteriche (Polygonum) und in Nordafrika und dem Mittleren Osten Affodill (Asphodelus), von denen die Blüten und die Fruchtstände gefressen werden. Die Raupen des Linienschwärmers sind jedoch polyphag und fressen darüber hinaus an einer sehr großen Bandbreite von Pflanzen, wie etwa an Weinreben (Vitis vinifera), Jungfernreben (Parthenocissus), Fuchsien (Fuchsia), Labkräutern (Gallium), Löwenmäulern (Antirrhinum), Wegerich (Plantago), Bohnenähnlichem Jochblatt (Zygophyllum fabago), Stachelknöterich (Emex spinosa), Pelargonien (Pelargonium), Boerhavia, Rüben (Beta), Spargel (Asparagus), Akazien (Acacia), Leinkräutern (Linaria), Kichererbsen (Cicer), Buchweizen (Fagopyrum), Skabiosen (Scabiosa), Blutweideriche (Lythrum), Ginster (Genista), Mais (Zea mays), Wolfsmilch (Euphorbia), Rhabarber (Rheum), Erdbeeren (Fragaria) und Liguster (Ligustrum). Aus Kleinasien sind die Raupen darüber hinaus auf den Blütenständen von Steppenkerzen (Eremurus) nachgewiesen, in Tunesien und Libyen hat man sie an Olivenbaum (Olea europaea) gefunden, in letzterem Land auch an Weidenblatt-Akazie (Acacia saligna), Eucalyptus resinifera und Eucalyptus rostrata, wobei die an Eukalyptus fressenden Raupen vor der Verpuppung zugrunde gingen. Kommt die Art in Mitteleuropa zur Fortpflanzung, dann werden die Raupen häufig an Echtem Labkraut (Galium verum), Wiesen-Labkraut (Galium mollugo) und Weidenröschen (Epilobium) gefunden, treten aber auch an den meisten oben erwähnten Pflanzen auf.

Die Raupen vertragen in der Regel trotz ihrer polyphagen Lebensweise Nahrungspflanzenwechsel nicht gut und müssen sich während ihrer gesamten Entwicklung von der ursprünglich angewöhnten Nahrungspflanze ernähren.

Insbesondere bei Masseneinwanderungen etwa im Mittelmeerraum können die Raupen des Linienschwärmers an Westlichem Erdbeerbaum (Arbutus unedo), Weinreben, an denen sie sogar die unreifen Früchte fressen, Artischocken (Cynara), Gartensalat (Lactuca sativa), Kartoffel (Solanum tuberosum) und gelegentlich auch an Echtem Buchweizen (Fagopyrum esculentum) als Schädlinge auftreten. Während dieser Massenauftreten können die Raupen bei Nahrungsmangel auch an einer Vielzahl von Pflanzen auftreten, die ansonsten nicht gefressen werden, wie etwa an Baumwolle (Gossypium).

Source:http://de.wikipedia.org/wiki/Linienschw%C3%A4rmer

Harm


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